Neuer Pflege-Preis

Februar 2026

Viele Pflegeprofis engagieren sich ehrenamtlich für die Pflege

Neuer Pflege-Preis für ehrenamtlich engagierte Pflegeprofis

Doppelter Einsatz für die Pflege: Viele Pflegeprofis bringen neben ihrer wichtigen Hauptaufgabe noch Zeit und Kraft auf, sich ehrenamtlich für die Pflege zu engagieren. Sie tragen die Pflegebotschaft aktiv in die Welt und unterstützen, wo sie können. Und weil dieses besondere Engagement auch eine besondere Auszeichnung verdient, loben die Sana-Kliniken gemeinsam mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) in diesem Jahr erstmals den Pflege-Ehrenamtspreis aus.

Botschaften und Wissen der Pflege in die Gesellschaft tragen

Der mit 2.000 Euro dotierte Preis zeichnet ehrenamtliches Engagement von Pflegekräften aus. Das können Einzelpersonen, aber auch Teams und Initiativen sein, die sich in den Bereichen Pflege, Gesundheit oder soziale Unterstützung engagieren und einen spürbaren Mehrwert für Patientinnen und Patienten, Kolleginnen und Kollegen sowie für das gesellschaftliche Umfeld leisten. Wichtig ist, dass sie dabei über ihren beruflichen Einsatz hinaus Botschaften und Wissen der Pflege in die Gesellschaft tragen. Genau dieses Engagement soll der Preis sichtbar machen. Die Veranstalter freuen sich auf eure Bewerbung und eure Vorschläge für Kolleginnen und Kollegen oder Freunde und Bekannte.

Noch bis 31. März 2026 bewerben oder vorschlagen

Die Bewerbungsfrist endet am 31.03.2026. Im April wählt eine Fachjury aus Vertretern von Sana-Fachgruppen zur Pflege aus den Einsendungen den oder die Sieger aus. Natürlich darf auch eine angemessene Preisverleihung nicht fehlen: Der Pflege-Ehrenamtspreis wird am 11. Mai 2026 im Rahmen des 1. Exzellenzkongresses in der Pflege- und Gesundheitsversorgung mit bis zu 1.000 Teilnehmenden feierlich überreicht.

Wenn ihr über eine abgeschlossene ein- bzw. dreijährige Pflegeausbildung oder ein Studium in der Pflege verfügt und neben euren beruflichen Tätigkeiten Pflege ehrenamtlich in die Gesellschaft tragt, solltet ihr euch jetzt bewerben. Wir freuen uns, wenn ihr mitmacht – und drücken schon jetzt die Daumen!

  • Bewerbungsfrist: 31.03.2026
  • Bewerbung per E-Mail an: usp@sana.de

    Welche Bewerbungs-Infos wichtig sind:

  • Kurzprofil der Person oder des Teams
  • Beschreibung des Engagements (max. 1-2 Seiten)
  • Darstellung des gesellschaftlichen Nutzens
  • Optional: Fotos, Links, Empfehlungsschreiben

         Link zum Bewerbungs-PDF: https://share.google


Professionalisierung des Jobmarkts

Klar, dass der Pflege-Jobmarkt für viele von euch interessant ist. Einer aktuellen Analyse der Plattform Pflegia zufolge findet dort gerade ein bemerkenswerter Wandel statt: So suchen Pflegeprofis heute nicht mehr hauptsächlich aus Unzufriedenheit eine neue Stelle – sondern weil sie sich aktiv verbessern möchten.

Auch zufriedene Pflegeprofis schauen sich um

Das etwas überraschende Ergebnis bei den Pflegeprofis, die eine neue Stelle suchen: 32 Prozent der Jobsuchenden sind zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrem aktuellen Arbeitgeber, nur 29 Prozent unzufrieden. Die restlichen 39 Prozent bewerten ihren Arbeitsplatz neutral. Pflegia-Geschäftsführer Felix Westphal bewertet das als Zeichen eines professionelleren Arbeitsmarkts.

Auch zufriedene Pflegeprofis behalten den Jobmarkt im Auge

Gründe für Unzufriedenheit in der Pflege

Allerdings bestätigt die Studie auch einen problematischen Trend: Mit zunehmender Berufserfahrung nimmt die Unzufriedenheit vieler Pflegekräfte zu. Bei Einsteigern überwiegt die Zufriedenheit noch deutlich – 33,4 Prozent sind zufrieden, während 28,9 Prozent unzufrieden sind. Nach zehn Jahren Berufstätigkeit hat sich das Verhältnis verändert: 39,6 Prozent der erfahrenen Pflegekräfte sind unzufrieden, 30,6 Prozent zufrieden.

Jahrelange Herausforderungen

Irgendwann wird es vielen zu viel: Dass nach zehn Jahren immer mehr Pflegeprofis unzufrieden werden, interpretiert Westphal als Zeichen des Überhandnehmens der Belastung durch jahrelange Herausforderungen. Auch die geringen Unterschiede zwischen männlichen (27 Prozent unzufrieden) und weiblichen Pflegekräften (28,7 Prozent) lassen darauf schließen, dass es sich um tieferliegende Probleme des Pflegesektors handelt.

Grafik: Pflegia

Aktiv um Pflegeprofi-Talente werben

Das wiederum hat Auswirkungen auf Arbeitgeber in der Pflege: Da die Mehrheit der jobsuchenden Pflegekräfte nicht aus Unzufriedenheit wechsele, könnten Arbeitgeber mit attraktiven Angeboten auch zufriedene Fachkräfte gewinnen. Es gehe darum, aktiv um die besten Talente zu werben, auch wenn diese derzeit zufrieden seien.

Zur Studie


Zukunftspakt Pflege:
Was sich künftig ändern soll

Was die Jobmarkt-Studie offenlegt, weiß jeder Pflegeprofi: Die Pflege in Deutschland steht vor zahlreichen Herausforderungen. Wie kann sie künftig so gestaltet und finanziert werden, dass eine professionelle Versorgung dauerhaft gesichert bleibt, pflegende Angehörige spürbare Entlastung erfahren und Pflegekräfte von besseren Arbeitsbedingungen und erweiterten Kompetenzen profitieren? Dazu hat das Bundesministerium für Gesundheit gemeinsam mit einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe im Dezember 2025 den sogenannten „Zukunftspakt Pflege“ vorgestellt.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bei der Erläuterung des Zukunftspakts Pflege

Stabilität und Entlastung

Im Kern geht es darum, die drohende Zahlungsunfähigkeit der Pflegeversicherung abzuwenden und die Versorgung langfristig zu sichern. So sollen ab 2026 stabilere Finanzierungsmodelle, eine massive Entlastung pflegender Angehöriger und die Förderung digitaler Innovationen dem wachsenden Fachkräftemangel und demografischen Druck begegnen.

Weniger Bürokratie, mehr Kompetenzen für Pflegeprofis

Für Pflegekräfte besonders interessant: Durch den Abbau von Bürokratie und den gezielten Einsatz digitaler Lösungen sowie künstlicher Intelligenz soll der Alltag künftig spürbar entlastet werden. Im Fokus steht auch die Erweiterung pflegerischer Kompetenzen: Pflegefachpersonen sollen künftig eigenständiger über bestimmte Hilfsmittel oder Pflegeanpassungen entscheiden können, ohne bei jedem Schritt auf ärztliche Verordnungen oder langwierige Genehmigungsprozesse warten zu müssen.

Die wichtigsten Vorhaben findet ihr hier zusammengefasst:

Zur Zusammenfassung