Azubi-Preisverleihung Berlin

„Wichtig, um das Bild der Pflege zu ändern“

Die musikalische Laudatio war ein Höhepunkt der Preisverleihung in der Alloheim Senioren-Residenz „Polimar“ in Berlin-Marzahn. „Wir wollten Dir, nur mal eben sagen, dass Du das Größte für uns bist“, sang eine Kollegin für Szabolcs Fodor, dem frisch gebackenen Azubi-Landessieger. Den Song der Sportfreunde Stiller hatte sie stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen umgetextet. Die hatten ihn auch beim großen Wettbewerb „Deutschlands beliebtester Pflegeprofi“ angemeldet, bei dem er sich in der Kategorie „Azubi“ unter allen Berliner Nominierten durchgesetzt hatte. Im Team gilt er als stets positiver Mensch, als jemand, der immer ein freundliches Wort und ein Lächeln auf den Lippen hat.

Fodors Geschichte ist beeindruckend. Vor drei Jahren verließ der heute 26-Jährige sein Heimatdorf in Ungarn und kam nach Deutschland. Den Pflegeberuf hatte er da noch gar nicht ins Auge gefasst. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten fand er sich schnell in der neuen Heimat zurecht, knüpfte neue Kontakte und lernte die Sprache. Nun steht er vor seinem Examen zum Altenpfleger.

Doch bevor er vor die Prüfungskommission tritt, ließ er sich noch schnell die Landeskrone als bester Azubi-Pflegeprofi der Hauptstadt aufsetzen. Sichtlich gerührt sagte er: „Dieser Preis ist für uns alle. Das ist eine schöne Wertschätzung für die Arbeit, die wir hier täglich leisten.“

Auch Michael Klee, Leiter der Senioren-Residenz „Polimar“ und Chef von Fodor freute sich über die Auszeichnung: „Dass jemand aus unserem Hause die Wahl zum beliebtesten Pflege-Azubi Berlins gewonnen hat, macht mich sehr stolz.“ Zudem sei es wichtig, dass oftmals negative Bild der Pflege in der öffentlichen Wahrnehmung zu ändern. Da könne der Preis wirklich hilfreich sein. Dem Sieger versprach er, ihn persönlich mit dem Auto zum Reichstagsgebäude zu chauffieren. Dort findet am 21. November die Preisverleihung der Bundessieger statt.

Die müssen allerdings noch ermittelt werden. Bis 30. September kann noch abgestimmt werden. Darum heißt es jetzt für das „Team Fodor“, ordentlich die Werbetrommel zu rühren. Alle müssen mobilisiert werden. Dann klappt es vielleicht sogar mit dem Hauptgewinn.

Weitere Informationen zu den Siegern und zur Preisverleihung:
> Siegerporträt